MPF-Investmentfonds

Auch in der Vermögensverwaltung ein Vorteil?


Sie wissen, bei uns steht die individuelle Vermögensverwaltung im Mittelpunkt – nicht der Produktvertrieb. Wir wählen für Sie Anlagemedien aus, die wie maßgeschneidert Ihrer Risikobereitschaft und Ihren persönlichen Verhältnissen entsprechen sollen. Dies können wir nur durch eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung erreichen. Wenn es allerdings um MPF-Fonds geht, sehen wir gelegentlich ein fragendes Stirnrunzeln auf Ihrem Gesicht.

Aber, wenn wir keinen Produktvertrieb verfolgen, warum gibt es sie dann überhaupt – die MPF-Fonds? Wenn Sie vor dem 31. Dezember 2008 bereits Anteile an einem MPF-Fonds erworben haben, erinnern Sie sich bestimmt noch an unsere wichtigsten Argumente. In fünf Teilen fassen wir das Wesentliche noch einmal zusammen:

1.  Organisation und Transparenz
2.  Abgeltungssteuer
3.  Risikostreuung
4.  Kosten I
5.  Kosten II

Organisation und Transparenz

Erinnern Sie sich an die Zeit vor 2009? Wertpapierabrechnungen und Kontoauszüge in Hülle und Fülle. Umfangreiche Erträgnisaufstellungen, Steuerbescheinigungen und „Aufstellungen über private Veräußerungsgeschäfte“. Alles musste gesichtet, sortiert und abgelegt werden! Seit es die Abgeltungssteuer gibt, haben Sie und Ihr steuerlicher Berater deutlich weniger Papierkram. Der Einsatz von Fonds reduziert den Verwaltungsaufwand noch weiter. Sie erhalten für jeden Investmentfonds einen von einer anerkannten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft testierten Jahresabschluss und eine Ausschüttungsmitteilung. Diese dokumentieren sämtliche Bewegungen und Erträgnisse.

Diese Information bekommen Sie einmal im Jahr. Wenn Sie in der Zwischenzeit Informationsbedarf haben, fragen Sie Ihren Kundenbetreuer bei der MPF AG nach den aktuellen Anlageentscheidungen, die wir in den Fonds umsetzen. Jederzeit können Sie auch von uns eine tagesaktuelle „Durchleuchtung“ der einzelnen Fonds bis in jedes Zielinvestment erhalten. Der Fonds wird dabei auf Ihre individuelle Anlage bis in die kleinste Einzelposition „heruntergebrochen“. Damit erreichen wir eine Aktualität und Transparenz, die sich von der individuellen Anlage kaum unterscheidet.

Verzichten müssen Sie allerdings auf Ihre individuelle Einflussmöglichkeit auf die einzelnen Anlageentscheidungen innerhalb des Fonds.

Fazit: Regelmäßige und strukturierte Informationen sind bei unseren Investmentfonds selbstverständlich.

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Abgeltungssteuer

Zum 1. Januar 2009 trat die Abgeltungssteuer in Kraft, die sich auf alle Einkünfte aus Kapital- und Wertpapiervermögen bei Privatpersonen auswirkt. Kursgewinne von Wertpapieren konnten bei einem Verkauf nur dann noch steuerfrei realisiert werden, wenn die Papiere vor diesem Datum angeschafft wurden und länger als 12 Monate im Besitz des Anlegers waren. Andernfalls würde spätestens mit Fälligkeit der Anleihe oder dem Verkauf einer Aktie der Gewinn aus der Wiederanlage des Gegenwerts steuerpflichtig.

Der Gesetzgeber legte seinerzeit ebenfalls fest, dass die sogenannte steuerliche Alt-Behandlung auch bei unentgeltlichen Überträgen (z. B. Erbschaft oder Schenkung) dauerhaft fort gilt. Es lag daher nahe, vor dem Stichtag die bis dahin individuellen Anlagen in Investmentfonds umzuschichten. Dies begünstigte auch eine generationenüberschreitende Lösung.

Die Bewegungen (Ver- und Ankäufe) unter dem Dach eines professionell gemanagten Investment-Fonds blieben und bleiben von der Abgeltungssteuer weitgehend unberührt, sodass der Steuervorteil auf der Hand liegt. Eine Anlage, die diesen Vorteil nicht bietet, muss jährlich um fast 30 Prozent besser performen, um diesen Steuereffekt auszugleichen. Das dürfte schwierig sein.

Investmentfonds-Steuerreform 2018     (Stand 16.10.2017)

Die Investmentfonds-Steuerreform beendet das bisherige Steuerprivileg: Bis Ende 2017 besteht noch die alte Regelung, dann gilt ab 2018 auch für Altbestände die Abgeltungssteuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie ggf. Kirchensteuer. Das ist allerdings kein Grund, Ihre Fondsanteile zurückzugeben. Es gibt Vorteile, die für das Halten sprechen

Einstandskurs: Die Neuregelung betrifft nur Gewinne, die NACH dem 31. Dezember 2017 entstehen. Alle bis dahin auflaufenden Gewinne sind und bleiben steuerfrei. An die Stelle der historischen Anschaffungskurse treten dann als Einstandskurse die Preise vom 30. Dezember 2017. Ausschließlich Zuwächse, die über diese Kurse hinausgehen, werden besteuert.

Teilfreistellung: Als Ausgleich dafür, dass neuerdings die Dividenden im Fonds direkt besteuert werden, profitieren die Fonds von einer Teilfreistellung der Erträge: Bei Fonds mit mindestens 25 Prozent Aktien bleiben 15 Prozent von der Kapitalertragssteuer befreit. Bei Fonds mit mindestens der Hälfte in Aktien sogar 30 Prozent der Gewinne und Erträge.

Werbungskosten: Auch in Zukunft reduzieren bestimmte Kosten, die im Fonds angefallen sind, quasi als „Werbungskosten“ die ordentlichen Erträge – ein Privileg gegenüber den Direktanlagen!

Freibetrag: Besitzer von Altbeständen (und nur diese!) erhalten einen persönlichen Freibetrag in Höhe von 100.000 Euro ohne zeitliche Befristung. Dieser wird beim Finanzamt „hinterlegt“ und mit den versteuerten Gewinnen verrechnet. Somit bleiben de facto Gewinne aus Altbeständen bis zu diesem Betrag zusätzlich steuerfrei.

Dieser Freibetrag gilt für jeden Steuerpflichtigen, der Altbestände besitzt. D. h. auch demjenigen Anleger stehen diese Freibeträge zu, der solche Altbestände vererbt oder geschenkt bekommen hat. Das bietet reichlich Gestaltungsspielraum!

Fazit: Auch nach der Abschaffung des bisherigen Steuerprivilegs sprechen viele gute Gründe für den Verbleib in Investmentfonds. Neben der Teilfreistellung von Gewinnen ist vor allem die Ausnutzung von Freibeträgen innerhalb der Familie hochinteressant. Welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie haben, sollten wir in einem persönlichen Gespräch klären.

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Risikostreuung

Investmentfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen sind, müssen schon per Gesetz die Anlagegelder relativ „breit streuen“. Dabei ist insbesondere die sogenannte 5/10/40-Regel wichtig. Diese besagt, dass regelmäßig keine Aktie einen Anteil von mehr als 5 Prozent des Sondervermögens ausmachen darf. Ausnahmsweise darf der Wert einer Anlage auch bis zu 10 Prozent des Sondervermögens ausmachen, alle Ausnahmen zusammen jedoch max. 40 Prozent. Daraus resultiert eine Mindestanzahl von Wertpapieren innerhalb eines Investmentfonds:

Wenn 4 Werte jeweils einen Anteil von 10 Prozent des Sondervermögens ausmachen, müssen die übrigen 60 Prozent in Werten mit einem Anteil von jeweils maximal 5 Prozent investiert sein = mindestens 12 andere Werte. Für Investmentfonds, die in Anleihen investieren, sind dabei diese Grenzen auf die einzelnen Emittenten anzuwenden.

Deshalb beinhaltet jeder Investmentfonds mindestens 16 verschiedene Zielinvestitionen.

Tatsächlich fällt die Anzahl der verschiedenen Investitionen und damit die Risikostreuung häufig sehr viel höher aus. So investiert beispielsweise der MPF Aktien Strategie Global in gut 40 verschiedene Gattungen, der MPF Renten Strategie Basis beispielsweise in mehr als 50 Gattungen. Solch eine ausgewogene Risikostreuung ist mit der Direktanlage kaum möglich, zumal es bei etlichen Anleiheemissionen Mindeststückelungen von 100.000 Euro gibt.

Die gesamte Anlagestruktur der MPF AG können wir auf einzelne „Sub-Strategien“ aufteilen, die in speziellen Investmentfonds abgebildet werden. Zum Beispiel:

Schwerpunktstrategie

umgesetzt durch Fonds

Festverzinsliche Wertpapiere, lautend auf Euro

MPF Renten Strategie Basis

Festverzinsliche Wertpapiere, lautend auf Fremdwährungen

MPF Renten Strategie plus

Festverzinsliche Wertpapiere mit Partizipations­Möglichkeit an den internationalen Aktienmärkten

MPF Renten Strategie Chance

Internationale Aktien, globale Ausrichtung

MPF Aktien Strategie Global
MPF Global Fonds-Warburg

Europäische Aktien

MPF Aktien Strategie Europa

Europäische Aktien mit Marktpartizipation
und Teilschutz bei Kursrückgängen

MPF Aktien Strategie Zertifikate

Europäische Aktien mit definiertem Ertragspotenzial
und Teilschutz bei Kursrückgängen

MPF Aktien Strategie Total Return

Auf diese Weise ist Risikostreuung, oder auch Diversifikation, ein Kinderspiel. Falls ein Titel innerhalb der Fonds einmal nicht die Erwartungen erfüllt, sind die Auswirkungen gering. Sogenannte „Klumpenrisiken“ vermeiden wir damit.


Fazit: Das Anlagerisiko kann mit Investmentfonds deutlich reduziert werden.

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Kosten I

Wir haben einmal die voraussichtlichen Kosten einer individuellen Vermögensverwaltung denen eines MPF-Investmentfonds gegenüber gestellt. Dafür nahmen wir das Preismodell einer unserer Depotbanken zu Hilfe. Die Kosten der Investmentfonds ergeben sich aus der Preisvereinbarung mit einer Kapitalverwaltungsgesellschaft.

 

Aufwand

Individuelle Vermögensverwaltung

MPF Investmentfonds

1

Kauf und Verkauf des Fonds

Kein Ausgabeaufschlag,

je nach Anlageschwerpunkt des Fonds 0,10 % bzw. 0,18 % des Kurswertes

entfällt

2

Kauf und Verkauf von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren

0,18 % vom Kurswert

 

0,10 % vom Kurswert

0,075 %

 

0,075 %

3

Verwaltungsvergütung und Depotgebühr der Fondsgesellschaft

 

entfällt

 

0,30 %

4

Managementvergütung für MPF AG

1 % zzgl. Mehrwertsteuer
= 1,19 %

 

1,25 % inkl. MWSt.

5

Depotgebühr Bank

ca. 0,03 %

ca. 0,03 %


Werbungskosten (Punkte 3 - 5) für die individuelle Vermögensverwaltung können bei der Steuererklärung nicht berücksichtigt werden. Dagegen werden 90 % des Aufwands innerhalb der Investmentfonds vom steuerpflichtigen Ertrag abgezogen. In unserem Beispiel sind das (0,3 % + 1,25 %)*0,9 = 1,4 %. Beim Aufwand „vor Steuern“ gewinnt also die individuelle Vermögensverwaltung. „Nach Steuern“ ist dagegen der Aufwand der Fondslösung deutlich geringer, denn Sie bekommen ca. ein Viertel der Verwaltungskosten vom Fiskus zurück.

Mit zunehmender Transaktionszahl (Punkt 2) fallen für die Investmentfonds im Verhältnis deutlich weniger Gebühren an. Darüber hinaus können Sie hier von den „Flatgebühren“ profitieren, die wir mit unseren Partnerbanken vereinbart haben.

Fazit: Bei einer längeren Anlagedauer sind Investmentfonds preiswerter.

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Kosten II

Vergütung für das Fondsmanagement PLUS Vergütung für MPF AG – zahlen Sie für unsere Investmentfonds etwa zweimal? Natürlich nicht! Auf das in die MPF-Fonds investierte Kapital berechnen wir keine Vermögensverwaltungsvergütung. Schließlich bezahlen Sie uns bereits mittelbar über die Fondsgesellschaft. Wir sind die Manager der MPF-Fonds, nicht deren Eigentümer. Deshalb bekommen wir von der Fondsgesellschaft eine Verwaltungsvergütung und stellen Ihnen die Fondsanteile auch kein zweites Mal in Rechnung.

Wenn Sie schon MPF-Investmentfonds gekauft haben, werfen Sie doch einfach einen Blick auf Ihre letzte Abrechnung …

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MPF-Investmentfonds

Auch in der Vermögensverwaltung ein Vorteil!


Sehr geehrte Mandanten, wir erklärten Ihnen in fünf Teilen, warum der Einsatz von MPF-Investmentfonds auch in der „Individuellen Vermögensverwaltung“ sinnvoll sein kann. Wir verfolgen damit kein eigenes Provisionsinteresse. Es geht uns nicht um den oft zu Recht tabuisierten Produktverkauf. Ausschlaggebend ist vielmehr, dass wir mit diesen Instrumenten unsere Anlagestrategie konturengenau in Ihrem Depot umsetzen können. Damit haben wir einen klaren Verwaltungsvorteil, von dem Sie profitieren. Markterfordernisse lassen sich mit einer Fondslösung viel schneller umsetzen als mit zahlreichen Einzelentscheidungen.

Trotz aller Vorteile: MPF-Investmentfonds sind nicht das „Ei des Columbus“. Ob und in welchem Umfang sie für Sie infrage kommen, erfahren Sie im persönlichen Gespräch mit Ihrem Kundenbetreuer.

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