Dagmar Vogt

Die Wuppertaler Künstlerin stellt im Foyer der Deutsche Bank Wuppertal ihre Werke aus.

Ausstellung vom 26. März bis 30. April 2015, Friedrich-Ebert-Straße 1 – 11, 42117 Wuppertal.

Die Künstlerin Dagmar Vogt im Gespräch mit Thomas Buckard, Vorstand der MPF AG

Die Künstlerin Dagmar Vogt im Gespräch mit Thomas Buckard, Vorstand der MPF AG (Foto: MPF AG)

Gemälde von Dagmar Vogt: Rotes Boot

Dagmar Vogt "Rotes Boot", 2011 (Bild: privat)

Am 26. März 2015 trafen wir uns ab 18.30 Uhr zu einer Vernissage der Wuppertaler Künstlerin Dagmar Vogt. Die erwartungsvollen Gäste scharrten sich schon vor dem Grußwort um die Gemälde einer „Blütenphase“ aus den Jahren 2012/13 und um Arbeiten aus den vorangegangenen Wochen: Von einem Artist in Residence-Aufenthalt am Arlberg brachte Frau Vogt eine Reihe Bilder zum Thema „Gebirge“ mit, die besonders durch ihren pastösen, teilweise reliefartigen Stil, beeindrucken.

Harald Nowoczin, erster Vorsitzender der Bergische Kunstgenossenschaft e. V., schilderte in seiner Einführung den Werdegang Dagmar Vogts und ging auch auf Einelheiten einiger Arbeiten ein. Er machte uns Zuhörer auf einige Details aufmerksam, über die im Anschluss an den Vortrag noch eifrig diskutiert wurde.

Erstaunen verursachte eine Skulptur aus der Reihe „Nester“ – sie animierte viele Betrachter dazu „handgreiflich“ zu werden.

Die Ausstellung ist bis zum 30. April 2015 zu sehen im Foyer der Deutsche Bank AG, Friedrich-Ebert-Straße 1 – 11, 42117 Wuppertal; jeweils zu den Geschäftsöffnungszeiten.

Die Kunst Dagmar Vogts ist keine realistische Abbildung der Natur, aber reale Darstellung des Natürlichen. Im Arbeitsprozess scheinen sich gegenständliche Umrisse weitestgehend aufzulösen. Der Betrachter bleibt mit einem Gefühl von Bewegung und Geschwindigkeit zurück. Ihre Arbeitsmaterialien findet Frau Vogt nicht nur beim gängigen Künstlerbedarf, sondern sie verwendet auch gebrauchte Materialien, die Kultur und Natur bereits abgelegt haben. "Ihre Bilder sind anders als bei vielen ihrer Zeitgenossen keine Neuauflagen bekannter Kunsttrends, keine transponierten, modernisierten Kunstzitate. Ihre Werke sind Ergebnisse ihrer eigenständigen künstlerischen Position [...]." (Paul Wans)

Es entstehen flächige, zum Teil stark strukturierte Gemälde, die in ihrem Materialauftrag ebenso vielschichtig sind, wie in ihrem Aus- und Eindruck. Die Ausstellungsbesucher erwarten jedoch keine Collagen, sondern Konklusionen von Gesehenem, Gefühltem und Erahntem. Dagmar Vogt verwirklicht Gemälde, Skulpturen und Installationen. "Der besondere Reiz ihrer Arbeiten besteht in der Irritation, die der Betrachter durch die Verschmelzung von Gegenständlichkeit und Abstraktion erfährt." (Christoph Kohl) Verschiedene Ausbildungsstationen und Lehrertätigkeiten in Dortmund prägten Dagmar Vogt, die sich in ihrem Atelier in Wuppertal-Beyenburg heute ausschließlich ihrem künstlerischen Schaffen widmet.

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